Bewegung, Gesundheit und Glücksempfinden

Um fit und gesund bis ins hohe Alter zu bleiben, gehen immer mehr Menschen den Weg, sich körperlich aktiv zu betätigen. Die Palette solcher Aktivitäten reicht vom Wandern über den Weg in eine Schwimmhalle, den Besuch von Fitness-Studios, die Teilnahme an Qi-Gong-Kursen  und intensiver Gartenarbeit bis hin zu Sport in den verschiedenen Vereinen.

 

Immer mehr Untersuchungen zeigen, dass diese Art der Betätigung nicht nur gut für die körperliche Gesundheit ist, sondern auch vielfältige positive emotionale Effekte hat. Eine amerikanische Studie kam beispielsweise zu dem Ergebnis, dass körperliches Training bei Depressionen ähnlich wirksam wie eine medikamentöse Therapie sein kann. Mit dieser Erkenntnis verbundene Untersuchungen konnten die neurobiologischen Mechanismen aufzeigen, die zu einer spürbaren Stimmungsverbesserung der Patienten beitragen, wenn sie körperlich aktiv sind.

 

Eine Metaanalyse zur Überprüfung der Effektstärke bewegungstherapeutischer Interventionen auf die Reduktion des Ausmaßes von Ängstlichkeit kam zu dem Ergebnis, dass die Angstreduktion durch körperliche Aktivität zwar gering ausfällt, jedoch signifikant stärker ist als bei anderen Behandlungsmethoden.

 

In einer anderen Metaanalyse kommen Forscher zu dem Ergebnis, dass körperliches Training die Aufmerksamkeit, die Verarbeitungsgeschwindigkeit und die exekutiven sowie Gedächtnisfunktionen – allerdings nicht des Arbeitsgedächtnisses – verbessert.

 

Körperlich aktive Teilnehmer an den verschiedenen Studien wiesen insgesamt ein um bis zu 38% geringeres Risiko auf, kognitive Beeinträchtigungen zu entwickeln als körperlich Inaktive. Das Risiko, an einer Demenz zu erkranken, war für körperlich Aktive um 28% geringer, an Morbus Alzheimer zu erkranken sogar um 45%. Weitere Details zu diesen Studien können im Gesundheitsblatt des Bundes hier nachgelesen werden.

 

Wie  aus der Positiven Psychologie bekannt ist, sind die Effekte von körperlicher Betätigung aber nicht nur auf die Vorbeugung von Erkrankungen bzw. ihre Behandlung beschränkt. Sie sind auch dort nachzuweisen, wo es um die Förderung des emotionalen Wohlempfindens geht. Eine Studie aus Südafrika hat den Zusammenhang von regelmäßigen physischen Übungen und Wohlbefinden untersucht. Unter regelmäßigen Übungen werden dreimalige Übungen in einer Woche mit einer Dauer von 30 Minuten verstanden.

 

Die Studie ging von der Hypothese aus, dass es einerseits eine enge Beziehung zwischen regelmäßigen körperlichen Übungen und emotionalen Wohlbefinden gibt und dass andererseits Übungen über die Dauer von zwei bis sechs Monaten zu einer klaren Verbesserung des psychologischen Wohlbefindens führen. Dazu wurden sowohl Versuchspersonen, die Fitness-Klub-Mitglieder sind, und Studenten, die keine regelmäßigen körperlichen Aktivitäten machen, gewonnen.

 

Beide Gruppen wurden zu ihrem psychologischen Wohlbefinden befragt. Die Versuchspersonen sollten auf verschiedenen Skalen Einschätzungen über ihre Stimmung, den Lebensstil, die Lebenszufriedenheit, das Kohärenzgefühl, die Seelenstärke, das Management von Stress, die Stressbewältigungsfähigkeit und das psychologische Wohlbefinden allgemein abgeben. Das Ergebnis der Fitness-Studio-Besucher bezüglich ihres emotionalen Wohlbefindens lag deutlich über dem der Studenten.

 

Ein Teil der Fitness-Studio-Besucher wurde nach mehreren Monaten erneut befragt und erzielte wieder verbesserte Werte ihres psychologischen Wohlbefindens im Vergleich zu den Ergebnissen der ersten Befragung. Mehr zur den Details der Studie finden Sie hier.

 

 

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