Resilienz - Die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern und daran zu wachsen

Resilienz ist mittlerweile ein breiter Forschungsgegenstand vieler Bereiche. In Deutschland gibt es ein eigenes Forschungszentrum zu Fragen der Resilienz.

 

Resilienz ist aber auch ein wichtiger Gegenstand der Untersuchung der Positiven Psychologie. Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen und aus der Überwindung von Schwierigkeiten gestärkt hervor gehen, sind auch glücklicher.

 

Wie wird man aber nun resilienter?

 

Wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass Resilienz kein persönlicher Charakterzug, sondern mehr ein dynamischer Lernprozess ist. In diesem Prozess nimmt das Individuum Krisenmomente nicht als eine unlösbare Situation, sondern als eine Lernerfahrung und Gelegenheit für die persönliche Entwicklung wahr.

 

Ein entscheidender Punkt, um die eigene Resilienz zu stärken, besteht in der Ausprägung der Fähigkeit, die Perspektive zu verändern, aus der man auf die Dinge schaut. In Augenblicken von Stress kann es sehr hilfreich sein, die individuelle Situation in einen anderen, größeren Zusammenhang zu stellen, um zu sehen, ob die Situation wirklich ernst oder weniger schlimm ist.

 

Resilienter zu sein, ist auch eng mit der Entwicklung einer positiven Einstellung zu den Dingen verbunden. Es geht dabei u.a. darum, Fehlschläge nicht als etwas Negatives zu begreifen, sondern daraus zu lernen und sich neu zu motivieren.

 

Ein wichtiger Faktor, um die eigene Resilienz zu stärken, besteht darin, stets in Kontakt mit anderen Menschen zu bleiben, ihnen gegebenenfalls zu helfen und für ihre Ratschläge offen zu sein.

 

Heute gibt es eine Fülle von Werkzeugen, um die eigene Resilienz zu entwickeln. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Bei allem Streben nach Resilienz sollte aber nicht vergessen werden, dass es politische, ökonomische und soziale Ursachen für zahlreiche Mißstände auf der Welt gibt, mit denen Menschen konfrontiert sind und die bekämpft und beseitigt werden müssen. Eine schlimme Situation auszuhalten, nicht daran zu zerbrechen und vielleicht daran sogar zu wachsen, sollte nicht der Ersatz für politisches und soziales Engagement sein.

 

Die zahlreichen Resilienzprogramm dürfen nicht ein Eingeständnis sein, an den Schrecken der Welt nichts mehr verändern zu können oder zu wollen.

 

G.M.

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