Anja Pelzer-Brennholt

Ich bin zertifizierte Trainerin für das Compassionate Integrity Training (CIT), habe einen Master of Science in Positive Psychology (2018) und bin zugelassene Rechtsanwältin (2000), zertifizierte Mediatorin (2004) und habe einen Master in Humanitärer Hilfe (1996). Mit Unterbrechungen durch Elternzeit und Auslandsaufenthalt war ich von 1999 bis Juni 2019 in Deutschland bei der Leibniz-Gemeinschaft im Forschungsmanagement tätig und habe Erfahrungen im Bereich Menschenrechte und Entwicklungspolitik.

 

Gerechtigkeit, der Abbau von Vorurteilen, Kooperation und Engagement für Veränderung ist meine Leidenschaft. Jüngst zeigte mir mein vierjähriger USA-Aufenthalt von 2014 bis 2018 sehr deutlich durch meine Arbeit im National Center for Civil and Human Rights und dem großartigen Team von Praktikern und Wissenschaftlern um die beiden Urheber von CIT, Prof. Brendan Ozawa-de Silva und Prof. Michael Karlin am Center for Compassion, Integrity and Secular Ethics an der Life University, wie viel wir Menschen bewegen und verändern können.

 

Wie nötig es ist, dass wir etwas verändern, erleben wir täglich auf unterschiedlichen Ebenen. Persönliches Wachstum fordert uns ebenso wie ein gutes Miteinander. So viele unserer Konflikte könnten wir lösen, indem wir mit uns selbst mehr im Gleichgewicht sind, durch mehr Verständnis für die Anliegen anderer, durch besseres Zuhören und Hinschauen ohne den verzerrten Blick der Projektion.

 

Hinzukommt, dass wir in einer interdependenten Welt mit ökologischen, sozialen und auch ökonomischen Herausforderungen leben, die kein Mensch und kein Staat für sich allein lösen kann. Wir sind auf Kooperation und Umdenken angewiesen. Wir machen uns so abhängig von Wettbewerb, dass dies auf allen Ebenen unser Lernen und Handeln zu dominieren scheint.

 

Ich bin überzeugt von dem Ansatz von CIT, dass wir alle unsere Herausforderungen jeglicher Art tatsächlich nur durch ein gutes Miteinander bestehen. Indem wir andere stärken, stärken wir uns selbst. Das Handeln im Einklang mit unseren eigenen Werten und mit Mitgefühl ist eine Win-win-Situation. Essenziell ist Toleranz und Achtung anders Denkender, das durch Mitgefühl geschult wird. Ein Austausch zwischen Kulturen und unterschiedlichen Religionen und Glaubensrichtungen sehe ich als essenziell an.

 

Wir leben von individueller bis zur globalen Ebene in wechselseitiger Abhängigkeit mit unseren Mitmenschen und auch mit unseren Systemen. Unser Verhalten kann so unmittelbare, negative Folgen nicht nur für unser direktes Umfeld, sondern für breitere Kreise haben, als uns häufig bewusst ist. Gleichzeitig hat so jeder einzelne von uns die Möglichkeit, etwas zum Positiven zu verändern; zu unseren eigenen Gunsten, aber auch zum Vorteil unserer zwischenmenschlichen Beziehungen und sogar weitreichender: auf der Ebene der Systeme, in denen wir leben, die durch uns geprägt werden. Dieser Wandel muss in unserem Innersten beginnen. Compassionate Integrity Programm (CIT) beginnt daher mit der persönlichen Ebene.

 

CIT ( https://www.compassionateintegrity.org )  ist ein neues, stärkenorientiertes und resilienzbasiertes, mehrteiliges Trainingsprogramm, das auf allen drei Ebenen ein Wachsen und Gedeihen fördert: persönlich, zwischenmenschlich und systemisch und so auch das Potenzial hat, zur Verbesserung unserer Gesellschaft beizutragen. Das Trainingsprogramm basiert auf neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen unterschiedlicher Disziplinen, die nahelegen, dass uns ein Engagement mit Mitgefühl und Integrität die besten Chancen gibt, um unser eigenes Wohlbefinden und Fortkommen und das anderer zu erhöhen. Und es basiert auf menschlichen Werten, die tatsächlich alle Menschen vereinen, unabhängig von Religions- und Glaubensrichtung. Unser gemeinsamer Nenner ist so erstaunlich groß, wenn wir nur unseren Blick dafür schärfen.

 

Ich bin sehr dankbar, dass ich von Oktober 2016 bis März 2018 an der Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern und Praktikern um die beiden Urheber von CIT Brendan Ozawa-de Silva (PhD) und Michael Karlin (PhD) teilnehmen und nach meiner Rückkehr nach Deutschland ins Deutsche übertragen durfte. Ich freue mich, CIT mit allen Interessierten zu teilen, auf dass die nun schon weltweit stark wachsende Community auch in Deutschland immer größer wird und wir gemeinsam ein stückweit zu einem verbesserten Miteinander beitragen und zusammenarbeiten bei den kleinen und großen, globalen Herausforderungen unserer Zeit.

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