Gerd Mangelsdorf

Ursprünglich angetreten, um Biologe zu werden, habe ich dann aus einer Reihe von Gründen Außenpolitik studiert. Das Interesse für Probleme der Epigenetik, kognitiver Prozesse im Allgemeinen und der Psychologie im Besonderen ist bis in die heutige Zeit erhalten geblieben und eher gewachsen.

 

Die besondere Rolle, die menschliche Werte in der Positiven Psychologie spielen, hat mich zu einem Verfechter dieser Wissenschaft werden lassen, da ich die Einhaltung und Verfolgung von Werten für unabdingbar halte, um eine menschliche Gesellschaft zu strukturieren und weil ich an mein eigenes Leben hohe Wertmaßstäbe anlege.

 

In meiner außenpolitischen Praxis habe ich einerseits erlebt, wie sich die Wertkategorien in vielen Teilen der Welt ähneln wenn nicht sogar gleichen. Ich habe aber andererseits auch gesehen, wie schwierig – wenn nicht unmöglich - es für viele Menschen war, nach ihren eigenen Werten zu leben, wenn Krieg, politische Unterdrückung und ökonomischer sowie sozialer Verfall ihr Umfeld bestimmten.

 

Es stellt sich für mich die Frage, ob  die Positive Psychologie unsere Welt etwas zum Besseren wandeln kann, wenn genügend Menschen auf allen Kontinenten sie kennen und ihr Anliegen zu ihrem eigenen machen, oder ob sie etwas für wenige bleibt, die gesund leben und sich auch geistig wohlfühlen wollen. Ausgehend von der Systemtheorie und der Theorie der Emergenz möchte ich begreifen, ob es für ersteres eine Chance gibt - und wenn ja - unter welchen Bedingungen und mit welchen Maßnahmen dieses Anliegen befördert werden kann.

 

Ich freue mich im Team der DGPP mitarbeiten zu können, um nicht zuletzt in dieser Frage mehr Klarheit zu gewinnen.