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Positive Psychologie, zivilgesellschaftliches Engagement und Wohlbefinden


Optimismus und Hoffnung wenn man negative Gefühle hat

In unserem Land wächst jedes Jahr die Zahl derjenigen, die sich die Positive Psychologie nicht nur theoretisch erschließen, sondern sie im Rahmen der Gesellschaft praktizieren. In immer mehr Fällen ist das individuelle Streben nach einem größeren Wohlbefinden mit einem wachsenden zivilgesellschaftlichen Engagement verbunden. Dieses Engagement reicht von der Katastrophenhilfe über die Funktion als Wahlhelfer oder Wahlhelferin bis hin zur Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Es zeigt sich, dass ehrenamtliches Engagement viele Ressourcen erschließt, um nicht nur unser eigenes Wohlbefinden zu stärken, sondern auch das anderer Menschen. Zum Wohl anderer beizutragen, ist einer der schnellsten Wege ins Glück.

 

Wer sich aktuell in der Katastrophenhilfe für die Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien engagiert, wird angesichts tausender Tote dabei zuletzt an sein eigenes Wohlbefinden denken. Nichtsdestotrotz bleibt dieses zivilgesellschaftliche Engagement nicht ohne Folgen für diejenigen, die diese Hilfe leisten oder Sachen und Geld zur Verfügung stellen, um die Krise in den betroffenen Regionen zu mildern.

Wer sich als Katastrophenhelfer oder -helferin in das Erdbebengebiet begeben hat, von dem wird ein nicht geringes Maß an Tapferkeit verlangt. Diese fällt unter die breitere Tugendkategorie des Mutes. Hierbei geht es nicht zuletzt darum, nach seinen Überzeugungen zu handeln und Bedrohungen, Herausforderungen sowie Schwierigkeiten ins Auge zu sehen.

Von den Helfern und Helferinnen im Katastrophengebiet wird darüber hinaus Ausdauer und Beharrlichkeit verlangt. Je beharrlicher und ausdauernder sie sind, umso nachhaltiger können sie das Leid derjenigen mildern, die diese unvorstellbare Katastrophe überlebt haben.

Unverzichtbar für die Frauen und Männer der Helferteams vor Ort ist die Hoffnung. Hier geht es darum, auf der einen Seite daran zu glauben, dass die geleistete Hilfe diejenigen erreicht, die sie am nötigstem haben und andererseits „realistisch“ zu sein, dass die Hilfe noch Jahre andauern muss, um den Betroffenen lebenswerte Zukunftsaussichten zu eröffnen.

Aber auch für Menschen, die aktuell nicht mit der Katastrophenhilfe in der Türkei und in Syrien zu tun haben, eröffnet ein zivilgesellschaftliches Engagement vielfältige Möglichkeiten, die eigenen Charakterstärken zu festigen und zugleich zum eigenen Glück und dem anderer beizutragen.

Wer sich in der Zivilgesellschaft engagiert, braucht dafür Urteilskraft und soziale Intelligenz. Bei der Urteilskraft geht es darum, die Dinge von allen Seiten zu betrachten und kritisch zu durchdenken. Ein Beispiel dafür ist die Mitarbeit in Gewerkschaften. Hier gilt es einerseits stets die Interessen der Mitglieder im Blick zu haben und andererseits aber auch das große ganze zu bedenken. Die soziale Intelligenz hilft, uns in die Gefühle der anderen Gewerkschaftsmitglieder hineinzuversetzen.

Ein anderes Beispiel ist das Engagement in Berufsverbänden. Es verlangt Ausdauer, um sich nicht von den anstehenden Aufgaben abbringen zu lassen. Gefragt ist ein hohes Maß an Integrität. Trotz der vielfältigen Anforderungen gilt es, sich dabei selbst treu zu bleiben.

Viele Menschen um uns herum sind Mitglieder in Vereinen und Sportverbänden. Hier ist besonders Fairness und Teamwork gefragt. Die Fairness hilft den Mitgliedern, alle Menschen gleich zu behandeln und allen eine Chance zu geben. Als Teamplayer lernen sie, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe als zentral zu betrachten.

Wer ehrenamtlich oder beruflich in der Pflege tätig ist, dem wird täglich ein Höchstmaß an Beziehungsfähigkeit abverlangt. Menschlichkeit wird hier gelebt.

Tätigkeiten in der freiwilligen Feuerwehr und beim technischen Hilfswerk erfordern in bestimmten Situationen nicht nur Tapferkeit, sondern auch Selbstkontrolle. Hier geht es nicht zuletzt um die Befähigung, seine Gefühle zu kontrollieren, um beispielsweise ein Feuer zu löschen und die Betroffenen in Sicherheit zu bringen.

Viele von uns sind Mitglieder von religiösen Gemeinschaften. Ihre Spiritualität gibt den Mitgliedern einen Sinn in ihrem Leben, festigt die jeweilige Community und strahlt über ihren unmittelbaren Wirkungskreis hinaus auf andere aus.

Diese Beispiele der Ausprägung von unterschiedlichen Charakterstärken im Kontext von Aktivitäten in der Zivilgesellschaft demonstrieren, wie uns ein solches Engagement dabei unterstützt, einerseits etwas für die Allgemeinheit zu tun und andererseits über uns hinauszuwachsen und unser Wohlbefinden zu stärken. Es kommt dabei darauf an, uns diese Wechselwirkung immer wieder bewusst zu machen.


Quelle:

https://www.mappmagazine.com/articles/in-pursuit-of-happiness-and-supporting-the-essence-of-democracy-volunteering-as-an-election-judge

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