Systemische Aufstellungsarbeit

Ablauf einer Aufstellung

Am Beginn einer Aufstellung steht die Auftragsklärung. Hierzu wird in einem Vorgespräch zwischen der Aufstellungsleiterin und der_dem Aufstellende_n ein Vorgespräch geführt, in dessen Mittelpunkt eine zentrale Frage steht: Was genau soll das Ziel der Aufstellung sein?

 

Wenn auf diese Weise das Ziel der Aufstellung erarbeitet wurde, werden gemeinsam mit der_dem Aufstellenden die für die Lösungsfindung zentralen Elemente bestimmt. Dies können konkrete Personen sein, es können aber auch abstrakte Zustände, wie z.B. Autonomie, Klarheit oder Lebensglück aufgestellt werden.

 

Anschließend wählt der_die Aufstellende für jedes Element eine Repräsentant_in - also eine Person aus der Gruppe - aus und bittet diese, stellvertretend für das entsprechende Element zu stehen.

 

Die Repräsentant_innen werden dann durch die_den Aufstellende_n einzeln in den Raum geführt und positioniert. Dadurch wird das Anliegen, mit Hilfe der von der_dem Auftsellenden gewählten Repräsentant_innen, im Raum abgebildet („gestellt“).

 

Innerhalb dieses gestellten Bildes wird anschließend nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Nach und nach wird die Struktur nach klar definierten Regeln so verändert, bis ein Lösungszustand entstanden ist. Dabei werden die Repräsentant_innen immer wieder zu ihrer Wahrnehmung der Situation sowie zu ihren Wünschen und Impulsen befragt. Dadurch werden schrittweise Veränderungen hin zu einem verbesserten Zustand vorgenommen, bis ein vollständiges Lösungsbild entstanden ist. Das Lösungsbild wird abschließend von der_dem Aufstellenden verankert.

 

Bedeutsam ist, dass der wertschätzende, fürsorgliche und gleichberechtigte Umgang mit allen teilnehmenden Personen im Prozess oberste Priorität hat. Alle Interessierten werden eingeladen, zuerst als Beobachter_in und Repräsentant_in an einer Aufstellungen teilzunehmen, bevor sie selbst ein Anliegen aufstellen.