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uPPdate – Aktuelle Forschung der Positiven Psychologie kompakt

Täglich erscheinen Dutzende neue Studien rund um Glück, Wohlbefinden und Positive Psychologie. Damit das Lesen von neuer Forschung nicht zum Hauptjob wird, wählen wir die wichtigsten Forschungsergebnisse aus und fassen sie kurz und verständlich zusammen. Als Abonnent erhalten Sie zweimal im Monat die Ergebnisse neuer Studien per E-Mail und können alle Studien jederzeit online einsehen. So können Sie die neuesten Forschungsergebnisse direkt in Ihre Praxis integrieren!

Wie beeinflusst die Persönlichkeit das Erleben von Flow und das Wohlbefinden?

Engagement und das Erleben von Flow ist ein Weg, der zu einem guten Leben führt. Doch nicht jedem fällt es leicht, regelmäßig Flow zu erleben. Welchen Einfluss eine autotelische Persönlichkeit auf das Wohlbefinden durch Flow-Erfahrungen hat, untersuchten die Autor*innen in ihrer Studie.

Kann Selbstmitgefühl das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine der häufigsten Todesursachen in der westlichen Welt. Immer mehr Untersuchungen geben Hinweise darauf, dass positive psychologische Faktoren im Zusammenhang mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen. Deshalb untersuchten die Autorinnen in dieser Studie den Zusammenhang zwischen Selbstmitgefühl und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wie kann Achtsamkeit in das tägliche Leben integriert werden?

Dass Achtsamkeit positiv auf das Wohlbefinden und die Stressbewältigung wirkt, wurde durch unzählige Studien belegt. Allerdings existieren bisher nur wenige kurze, alltagstaugliche Achtsamkeitspraktiken. Deshalb untersuchten die Autor*innen in diesem Experiment die Wirkung einer Achtsamkeitsglocke.

Was bringt die dritte Welle der Positiven Psychologie mit sich?

Seit ihrer Entstehung hat sich die Positive Psychologie weiterentwickelt und ist damit auch Kritik und Herausforderungen begegnet. Nach der zweiten Welle befinden wir uns nun in der dritten Welle. In ihrem Artikel erläutern die Autor*innen, welche Themen diese Welle mit sich bringt.

Wie wirkt sich das Erzählen von Geschichten auf die zwischenmenschliche Beziehung aus?

Das Erzählen emotionaler Geschichten ist ein wesentlicher Bestandteil der menschlichen Kommunikation und man weiß, dass Kommunikation die zwischenmenschliche Nähe beeinflusst. Deshalb widmen sich die Autor*innen in dieser Studie der Frage, wie sich das Erzählen trauriger bzw. fröhlicher Geschichten auf die Beziehung auswirkt, indem sie die Gehirnaktivität untersuchen.

Wie wirkt sich die soziale Erwartung, keine negativen Emotionen zu erleben, auf das Selbstkonzept aus?

In westlichen Gesellschaften existiert die Erwartung, dass Menschen glücklich und nicht traurig sind. Menschen versuchen sozialen Erwartungen zu entsprechen und passen ihr Selbstkonzept entsprechend an. Welche Folgen die Bevorzugung positiver Emotionen und Vermeidung negativer Emotionen auf unser Selbstkonzept hat, untersuchten die Autoren in dieser Studie.

Welche Auswirkungen hat die Übernahme von Eigenverantwortung?

Insbesondere im Alter nehmen Eigenverantwortung und Kontrollmöglichkeiten über das eigene Leben oft ab und dies zieht negative Effekte auf körperlicher und psychischer Ebene nach sich. Mit einem überraschenden Experiment zeigen Rodin & Langer, dass eine Zimmerpflanze die Sterblichkeit verringern kann und welche Auswirkungen es hat, wenn Eigenverantwortung und Kontrollmöglichkeiten gestärkt werden.

Sind Menschen, die Zeit gegenüber Geld priorisieren, glücklicher?

Es gibt inzwischen unzählige Studien zum Zusammenhang zwischen Geld und Glück. Doch oftmals müssen Menschen sich zwischen Geld und Zeit entscheiden. Welche Zusammenhänge es zwischen der Priorisierung von Zeit gegenüber Geld und dem Wohlbefinden gibt, untersuchten die Autor*innen in dieser Studie.

Wie hängen die Dimensionen von Grit mit Wohlbefinden zusammen?

Das zweidimensionale Modell von Grit, das Durchhaltevermögen und beständiges Interesse umfasst, wurde kritisiert. Ein neues Modell von Grit umfasst drei Dimensionen: Durchhaltevermögen, beständiges Interesse und Anpassungsfähigkeit. Deshalb untersucht diese Studie die Zusammenhänge zwischen den drei Dimensionen von Grit und Wohlbefinden.

Wie kann Positive Psychologie die mentale Gesundheit in Zeiten einer Pandemie fördern?

Die weltweite Pandemie beeinflusst das Leben aller Menschen und das nicht immer nur zum Positiven. Wie die Positive Psychologie dazu beitragen kann, die psychische Gesundheit auch in solchen herausfordernden Zeiten zu erhalten und zu stärken, erörtern einige der großen Forscher*innen der Positiven Psychologie in diesem Artikel.

Wie hängen psychische Gesundheit und psychische Krankheit zusammen?

Seit Jahrzehnten geht man davon aus, dass flourishing das Gegenteil von psychischer Krankheit ist. Ob diese Annahme wirklich stimmt, untersucht Corey Keyes in seiner wegweisenden Studie der Positiven Psychologie.

Führen einfache Interventionen, die das Bewusstsein für Stärken fördern, zur Verbesserung des Wohlbefindens?

Viele Studien zeigen, dass stärkenbasierte Interventionen wirken. Gleichzeitig sind diese bisher oft sehr aufwendig oder kostspielig in der Umsetzung. Ob auch eine einfache Schreibaufgabe mit einem Fokus auf Stärken wirksam ist, untersuchen Dolev‑Amit, Rubin und Zilcha‑Mano in ihrer Studie.

Über welche Wege kann Glück nachhaltig gesteigert werden?

Der Happiness Pie nach Lyubomirsky ist in der Glücksforschung berühmt und wird doch oft falsch zitiert. Was es mit dem bekannten Tortendiagramm auf sich hat und ob Glück nachhaltig gesteigert werden kann, erläutern die Autor*innen in diesem Artikel.

Verbessert PsyCap Wohlbefinden und Arbeitsleistung von Mitarbeitenden?

Es gibt immer mehr Belege dafür, dass PsyCap das Wohlbefinden und die Leistung am Arbeitsplatz stark vorhersagt. Die meisten der empirischen Untersuchungen haben bisher jedoch Selbstauskünfte verwendet, was die Möglichkeit einer Ergebnisverzerrung erhöht. In ihrer Studie untersuchten die Autoren daher die Zusammenhänge von PsyCap, Wohlbefinden und Arbeitsleistung jenseits von Selbstberichtsverzerrungen.

Verbessern positiv psychologische Interventionen das Wohlbefinden und verringern Depressionen?

Die Positive Psychologie verspricht nicht nur das Wohlbefinden von Menschen durch ihre Interventionen zu verbessern, sondern auch die psychische Gesundheit psychisch Kranker zu verbessern. Ob sie dieses Versprechen einhalten kann, untersuchen die Autor*innen in ihrem Review.

Wie können Soziale Medien das Wohlbefinden verbessern?

Die Vorstellung, dass Soziale Medien unserer psychischen Gesundheit und der Gesellschaft schaden, hat sich zunehmend verbreitet und ist inzwischen umfassend erforscht. Doch erste Studien zeigen, dass die Nutzung Sozialer Medien Wohlbefinden auch fördern kann. In ihrem Review analysierten die Autor*innen die Beziehung zwischen Wohlbefinden und Sozialen Medien.

Wie beeinflusst intrinsische Motivation die stresspuffernde Wirkung von Sport?

Stress wirkt sich negativ auf die Lebenszufriedenheit aus, kann jedoch durch körperliche Aktivität abgepuffert werden. Welchen Einfluss die Motivation auf diesen Effekt hat, untersuchten die Autor*innen in dieser Längsschnittstudie.

Kann die Positive Psychologie Menschen dauerhaft glücklicher machen?

Seit dem Ende der 90er Jahre vereinen sich unter dem Begriff der Positiven Psychologie die Theorien und Forschungsbereiche über das, was das Leben lebenswert macht. Ob aus den theoretischen Erkenntnissen eine evidenzbasierte Praxis geschaffen werden kann, untersuchten Seligman und Kolleg*innen in dieser wichtigen Grundlagenstudie.

Wirkt die Intervention Drei Gute Dinge auch bei Paaren?

Die positiven Effekte der Intervention Drei Gute Dinge sind wissenschaftlich bewiesen. Bisher wurde die Wirkung jedoch nur bei Individuen untersucht. Ob diese Intervention auch die Beziehungsqualität von Paaren verbessern kann, untersuchten die Autor*innen in ihrem Experiment.

Führt die Suche nach Sinn auch zum Erleben von mehr Sinn?

Das Erleben von Sinn ist ein wichtiges Merkmal eines erfüllten Lebens. Die aktive Suche nach Sinn könnte ein Weg sein, mehr Sinn zu erleben. Bisher ist jedoch unklar, ob dies stimmt. Deshalb gehen die Autor*innen der Frage nach, ob die Suche nach Sinn auch mehr Sinn erzeugt und wann und für wen dies besonders hilfreich ist.

Wirken sich das Ausführen und das Erinnern prosozialer Verhaltensweisen gleichermaßen auf das Wohlbefinden aus?

Acts of Kindness ist eine klassische Intervention der Positiven Psychologie, deren Wirksamkeit durch viele Studien belegt wurde. Gleichzeitig ist bekannt, dass auch Erinnerungen an prosoziales Verhalten, wie Acts of Kindness, das Wohlbefinden steigern können. In dieser Studie gehen die Autor*innen der Frage nach, ob sich prosoziales Verhalten genauso positiv auf das Wohlbefinden auswirkt, wie die Erinnerung an prosoziales Verhalten.

Wie hängen hedonisches und eudaimonisches Wohlbefinden zusammen?

In der Positiven Psychologie wird seit Jahren zwischen hedonischem und eudaimonischem Wohlbefinden unterschieden. Bisher ist jedoch unklar, welche Kombinationen Menschen erleben. Dieser Frage gehen Pancheva, Ryff und Lucchini in ihrer Studie nach.

Verstärkt Dankbarkeit die positive Wirkung sozialer Unterstützung?

Vielfältige Studien zeigen, dass soziale Unterstützung positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden hat, genauso wie Dankbarkeit. Doch was passiert, wenn man beide Elemente miteinander kombiniert? Diese Frage untersuchen Deichert, Fekete und Craven in ihrer Studie.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Ängsten vor Mitgefühl und Stress?

Dass Mitgefühl positive Auswirkungen hat, ist inzwischen bekannt. Gleichzeitig existieren bei Menschen Ängste davor sich selbst oder anderen gegenüber mitfühlend zu sein. Die Studie untersucht das Erleben von Stress bei Personen, die Angst vor Mitgefühl haben.