Arbeit und mentale Gesundheit

In der Untersuchung der BAuA wurden 4511 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte befragt. Was die mentale Gesundheit insgesamt betrifft, fühlen sich die meisten wohl. 87 Prozent der Frauen und 88 Prozent der Männer berichten über ein ausgeprägtes emotionales Wohlbefinden. Dennoch leidet jeder Zehnte unter Burnout-Symptomen. Die psychischen Beschwerden hängen mit ungünstigen Arbeitsbedingungen zusammen. So tritt Burnout stärker auf, wenn die Anforderungen sehr hoch sind und viel und sehr schnell gearbeitet werden muss. (Siehe hier mehr.)

 

Depressionen und Burnout sind weit verbreiterter, wenn die Arbeitsressourcen gering ausgeprägt sind. Das ist der Fall, wenn wenig Handlungsspielraum besteht, die Unterstützung durch Kollegen gering und die Qualität der Führung schlecht ist. Nicht selten kommt zu den negativ wirkenden Faktoren noch Angst um den Arbeitsplatz hinzu.

 

Dazu im Gegensatz zeigt die Studie, dass Wohlbefinden, die Lebens- und Arbeitszufriedenheit am höchsten sind, wenn die Beschäftigten beeinflussen können, wie sie arbeiten, wenn die Kollegen sich gegenseitig helfen, die Vorgesetzten engagiert sind und der Arbeitsplatz sicher ist.

 

Das alles sind Zusammenhänge, die die Studie der BAuA aufzeigt, die aber noch keine Aussage zur ursächlichen Wirkung zulassen. Die Forschungen und Recherchen von Professor Wilmar Schaufeli von der Universität Utrecht in den Niederlanden im Verlauf des letzten Jahrzehnts liefern hier bereits viele Antworten auf die Fragen, die diese deutsche Studie aufwirft. Dazu hier mehr.

 

G.M.

 

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