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Freundschaft und psychologisches Wohlbefinden


Der Weg zu mehr Sinn im Leben: 10 neue  Erkenntnisse der Sinnforschung

Was ist eigentlich Freundschaft? Am Anfang einer solchen Betrachtung steht eine Definition von Freundschaft unter Erwachsenen. Man versteht darunter eine freiwillige, wechselseitige, uneingeschränkte enge Beziehung zwischen zwei Personen.

 

6 Faktoren einer glücklichen Freundschaft

Was macht eine gute Freundschaft aus? In der hier zugrundeliegenden Studie werden sechs funktionale Komponenten der Freundschaft, die ihre Qualität bestimmen, betrachtet.


Die erste Freundschaftsfunktion ist die anregende Kameradschaft. Sie bezieht sich auf die gemeinsame Teilnahme an Freizeitaktivitäten und anderen Unternehmungen. Im Gegensatz zu Bekannten gehen Freunde hierbei entspannter und unbeschwerter miteinander um.


Bei der zweiten Funktion geht es um gegenseitige Hilfe oder soziale Unterstützung. Dazu zählen emotionaler Beistand, materielle Hilfe jeder Form und der Austausch von Ratschlägen und nützlichen Informationen.


Die dritte der hier betrachteten Funktionen der Freundschaft ist die emotionale Sicherheit. Untersuchungen haben gezeigt, dass Freunde den Stress, der durch negative Lebensereignisse verursacht wird, erheblich abmindern können.


Eine vierte Funktion der Freundschaft unter Erwachsenen ist eine verlässliche Allianz. Sie betrifft die stete Verfügbarkeit, Vertrauen und Loyalität.


Selbstbestätigung ist die fünfte Funktion. Sie beschreibt die Wahrnehmung des Einzelnen, dass  Freunde Ermutigung und Bestätigung geben und so dabei helfen, ein positives Selbstbild zu bewahren.


Die sechste Funktion der Freundschaft ist Intimität. Hier geht es darum, dass die Freunde intime Informationen austauschen und dass der Adressat dieser Nachrichten darauf positiv reagiert.


Bei der Betrachtung dieser Funktionen wird sichtbar, dass sie eng mit dem Gefühl des Wohlbefindens, das ein zentrales Thema der Positiven Psychologie ist, verbunden sind. Freundschaft ist daher eine wichtige Quelle für ein gutes Leben.


Freundschaften als Quelle eines guten Lebens

Die Freundschaft zwischen unterschiedlichen Menschen ist eine wertvolle persönliche Beziehung, die auf verschiedene Weise zum Wohlbefinden des Einzelnen beiträgt.


Die Qualität der Freundschaft hängt eng mit dem aktuellen Wohlbefinden und dem Erleben positiver Emotionen zusammen, hat aber auch langfristigen Einfluss auf das Maß des Wohlbefindens. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Belege dafür, dass enge Freundschaften mit persönlichen Erfolgen und Engagement für Projekte einhergehen, die den Sinn des Lebens fördern.


Die Ergebnisse der Studie zeigen weiterhin, dass sich die wahrgenommene emotionale oder instrumentelle Unterstützung durch Freunde nachhaltig auf das Wohlbefinden auswirkt. Das Gleiche gilt für die Geselligkeit, also die Zeit, die Menschen gemeinsam verbringen.


Eine weitere Freundschaftsvariable, die positiv mit dem Wohlbefinden verbunden ist, betrifft die Anzahl der Freunde. Dabei erweisen sich große und gut integrierte Freundschaftsnetzwerke im realen Leben als eine besonders nachhaltige Quelle dafür, wie wohl wir uns fühlen und wie glücklich wir sind.


Es zeigt sich, dass es viele verschiedene Faktoren sind, die den Zusammenhang zwischen Freundschaft und Wohlbefinden bestimmen. Am Anfang steht das gemeinsame Bemühen der Beteiligten, die Freundschaft aufrechtzuerhalten und zu entwickeln, zudem  die bewusste Wahrnehmung der Bedeutung der Freundschaft und das Gefühl der Einzigartigkeit der Beziehung. Zentral ist hierbei insbesondere, dass die freundschaftlichen Beziehungen zur Befriedigung grundlegender psychologischer Bedürfnisse der Beteiligten beitragen.


Die Ergebnisse der Untersuchungen verdeutlichen, dass Freundschaften unser Wohlbefinden nachhaltig stärken und letztlich für ein glückliches Leben unverzichtbar sind. Damit sollten wir auch das Weihnachtsfest als eine Zeit wahrnehmen, in der wir allen Menschen, die uns wichtig sind, unsere Zuneigung schenken. Denn nichts ist so entscheidend für das eigene Glück, wie die Menschen, mit denen wir es teilen.


Quelle:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9902704/

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