Charakterstärken

Was definiert einen Menschen? Über lange Zeit hat die Psychologie Menschen primär über Ihre Schwächen und psychischen Krankheiten beschrieben. Seit Jahrzenten existieren Handbücher psychischer Störungen (DSM und ICD), welche Psychotherapeuten und Psychiatern zur Diagnosestellung dienen und Patienten mit einem Label versehen.

 

Als Gegenkonzept zu dieser einseitigen Klassifikation von Menschen stellten Peterson und Seligman (2004) folgende Frage: Ist es möglich, dass Menschen nicht über ihre Schwächen, sondern stattdessen über ihre Stärken definiert werden können?

 

In einer groß angelegten Studie mit dem Ziel, universelle menschliche Stärken zu finden, identifizierten Peterson und Seligman 24 Charakterstärken. Diese haben sie zu allgemeinen menschlichen Tugenden wie Mut oder Gerechtigkeit zusammengefasst, die unabhängig von Zeit und Kultur in allen Gesellschaften hoch geachtet wurden und werden. 

 

Die am stärksten ausgeprägten Charakterstärken eines jeden Menschen sind zumeist eine sehr gute Beschreibung seiner selbst. So könnte beispielsweise Mahatma Gandhi durch die Charakterstärken Vergebungsbereitschaft, Verausgabungsbereitschaft und Bindungsfähigkeit (im Englischen: love) beschrieben werden.

 

Persönliche Stärken sind eines der zentralen Themenfelder der Positiven Psychologie. Zum einen geben sie uns eine neue Möglichkeit, das Wesen von Menschen zu beschreiben. Zum anderen bauen viele Interventionen der Positiven Psychologie auf der Arbeit mit den eigenen Stärken auf. 

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