Fünf Schritte, um neue Freundschaften schließen zu können

Gute Freunde und Freundinnen sind wichtig für die Gesundheit. Zusammen mit ihnen macht es Spaß, gute Zeiten zu feiern und ihr Beistand hilft, schlechte Zeiten zu überstehen. Sie helfen Einsamkeit zu überwinden und sind offen für Kameradschaft. Freundschaften stärken den Lebenssinn, befördern das Glücklichsein und helfen Traumata zu bewältigen.

 

Es zeigt sich bei empirischen Untersuchungen immer wieder, dass Erwachsene mit starken sozialen Bindungen über ein reduziertes Risiko für eine ganze Reihe von Gesundheitsproblemen haben. Dazu zählen nicht zuletzt Depressionen und Bluthochdruckerkrankungen. Zu dieser positiven Bilanz gehört, dass besonders ältere Menschen mit stabilen Kontakten länger leben als ihre Altersgenossen*innen.

 

Wie bereits angemerkt, fallen Freundschaften nicht vom Himmel oder ergeben sich in den meisten Fällen nicht von allein. Sie verlangen zielgerichtetes Handeln und gewisse Anstrengungen. Die renommierte Mayo Klinik in Scottsdale/ Arizona/USA hat dazu einige Ratschläge zusammengestellt, auf die hier eigegangen werden soll. Sie sind nicht besonders spektakulär, aber wie gute Kochrezepte letztlich unverzichtbar, wenn das eigene Verlangen auch in Erfüllung gehen soll.

 

Am Beginn steht der Hinweis, die Menschen Revue passieren zu lassen, mit denen man in der Vergangenheit bereits freundschaftliche Kontakte hatte, die über die Zeit aber eingeschlafen sind. Hier genügt es oft, zum Handy zu greifen, einfach anzurufen und sich zu verabreden. Zu diesen potentiellen Kontakten gehören u.a. ehemalige Klassenkameraden*innen, Arbeitskollegen*innen und Bekannte aus dem Familienumfeld. Man wird überrascht sein, wie viele der Angerufenen über diese Aufnahme des Kontaktes erfreut sind. Ob daraus mehr wird, als in alten Erinnerungen zu schwelgen, hängt von der eigenen Beharrlichkeit und natürlich vom Interesse des Gegenübers ab.

 

Um neue Freunde zu gewinnen, empfiehlt es sich, dahin zu gehen, wo sich die Menschen versammeln. Dazu zählen Veranstaltungen der örtlichen Gemeinde, ehrenamtliche Initiativen, Kurse an der Volkshochschule, Glaubensgemeinschaften, Wandergruppen und vieles mehr. Wichtig ist der eigene Wille, Kontakte zu suchen.

 

Sicher gibt es nirgendwo eine Garantie, die gewünschten Freunde*innen zu finden. Wichtig sind Freundlichkeit und eine optimistische Einstellung. Einer solchen Haltung können und wollen die meisten Menschen sich über kurz oder lang nicht entziehen.

 

Natürlich sollte man zuhören können. Hier spürt die andere Seite besonders intensiv das Interesse an seiner Person. Zu intensiver Kommunikation zählt natürlich im Gegenzug auch die eigene Bereitschaft, sich zu öffnen und über persönliche Befindlichkeiten offen zu sprechen.

 

Ein wichtiges Unterpfand für eine enge wachsende Freundschaft ist das gegenseitige Vertrauen. Dieses immer deutlich zu demonstrieren ohne naiv zu sein, legt eine wichtige Grundlage für eine enge Beziehung.

 

Freundschaft ist immer auch Verfügbarkeit. Wenn der Freund oder die Freundin Hilfe braucht, sollte man eigene Dinge hinten anstellen können. Natürlich kann man bei einem „Hilferuf“ auch ausgenutzt werden, aber entweder die Freundschaft ist einem das wert oder man muss ein solches Gefühl offen ansprechen.

 

Wichtig ist zu erkennen, dass es nie zu spät ist, alte Freundschaften zu beleben oder neue anzustreben. Entscheidend ist nur, dass man bereit ist, dafür etwas zu tun. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

 

G.M.

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