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Glücksatlas 2019

Aktualisiert: 24. Nov. 2021


der Glücksatlas 2019


Der diesjährige Glücksatlas der Deutschen Post wurde am 5. November veröffentlicht. Der Glücksabstand zwischen West- und Ostdeutschland verringerte sich weiter auf aktuell 0,17 Punkte. An der Spitze der Regionen steht wieder einmal Schleswig-Holstein. Brandenburg schafft es erneut nur zum Schlusslicht.

 

Neben den einzelnen regionalen Unterschieden bei der Lebenszufriedenheit fragt der Atlas in seinem aktuellem Sonderteil, inwieweit Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt bei der Arbeit in Deutschland bereits gelebt werden. Die wichtigste Erkenntnis war, dass das Arbeiten in unterschiedlichen Teams sich für zwei Drittel der Beschäftigten positiv auf die eigene Arbeitszufriedenheit auswirkt. 59 Prozent der Frauen und 45 Prozent der Männer denken, dass in unserer Gesellschaft mehr für die Gleichstellung von Frauen und Männern getan werden muss. Mehr dazu finden Sie hier.

Lebenszufriedenheit in Deutschland ist auch 2017 hoch

Die subjektive Lebenszufriedenheit in Deutschland erreicht in diesem Jahr den Wert von 7,07 Punkten – bezogen auf eine Skala von 0 bis 10. Damit wird das Ergebnis aus dem Vorjahr (7,11) nur wenig unterboten. Auch in Europa steigt die Lebenszufriedenheit im Vergleich zum Vorjahr nicht an. Sie stagniert und erreicht wie 2016 die Zahl von 6,7 Punkten. Deutschland kann 2017 seinen neunten Platz im europäischen Vergleich halten. Erneut ist der Spitzenreiter Dänemark. Griechenland ist wieder das Schlusslicht. In Deutschland ist es zu einer geringen Angleichung der Lebenszufriedenheit zwischen Ost und West gekommen. Auch der Unterschied zwischen den Regionen ist geringer geworden. Spitzenreiter unter den 19 deutschen Regionen ist erneut Schleswig-Holstein. Die zufriedensten Menschen in Ostdeutschland leben auch 2017 in Thüringen. Sachsen-Anhalt ist Schlusslicht. Das diesjährige Schwerpunktthema ist das „nachhaltige Engagement“ der Bürger. Wie in den vergangenen Jahren zeigte sich, dass Umweltschutz und sozial verantwortliches Handeln den Menschen sehr wichtig sind. Ökologische Anliegen haben bei den Deutschen zwar in der Reflexion einen hohen Stellenwert, die Bereitschaft deutlich mehr Geld für umweltschonende Produkte und Dienstleistungen zu zahlen, ist aber nach wie vor eher gering. Trotz dieser Abstriche haben ehrenamtliche Tätigkeiten, Spenden und ökologisch verantwortliches Handeln positive Rückwirkungen auf die Lebenszufriedenheit. 73 Prozent der Menschen, die sich auf den genannten Feldern engagieren, sagen von sich, dass das ihr Leben bereichert. Mehr dazu finden Sie hier.

Die Lebenszufriedenheit in Deutschland ist messbar gestiegen

Die Lebenszufriedenheit in Deutschland 2016 auf einem Höchstwert Die subjektive Lebenszufriedenheit ist in Deutschland im Jahre 2016 auf einen Höchstwert von 7,11 Punkten (maximal 10) gestiegen. Zuletzt wurde dieser Wert hier-zulande 2001 erreicht. Diese Entwicklung korrespondiert mit dem positiven Trend in Europa. Laut Eurobarometer für 2015 bewerteten die Europäer ihre Zufriedenheit mit 6,7 Punkten 0,2 Punkte höher als im vorangegangenen Jahr. Deutschland verbessert sich auch im europäischen Rahmen und belegte 2015 vor Belgien und hinter Malta den neunten Platz, nach dem 10. Platz in 2014.

Lebenszufriedenheit in Europa.pdf PDF-Dokument [605.5 KB]

Den Ausschlag für die diesjährige Steigerung in der Bundesrepublik geben die Westdeutschen. Ihre Lebenszufriedenheit stieg auf 7,16 (nach 7,05 in 2015).

Zehn "Glückstreiber" und zehn "Glückshemmer"

Die Befragten wurden gebeten, zehn „Glückstreiber“ und zehn „Glückshemmer“ entsprechend ihrer jeweiligen Bedeutung für den Betroffenen von 0 bis 10 zu bewerten. Daraus ergibt sich die folgende Reihenfolge:

Gllückstreiber und -hemmer.pdf PDF-Dokument [624.5 KB]

Lebenszufriedenheit im Osten gefallen

Die Ostdeutschen sind geringfügig unglücklicher geworden und behaupten 6,88 Punkte (6,90 in 2015). Damit hat sich der Abstand zwischen Ost und West beim Glücks-empfinden auf 0,28 Punkte vergrößert. 2015 waren es nur 0,15 Punkte. Die objektiven Wirtschaftsdaten erklären diesen Rückgang nicht, da sich das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf und auch die Arbeitslosenquote im Osten zuletzt stärker verbesserten als im Westen.

Vergleich Deutschland.pdf PDF-Dokument [411.3 KB]

Angaben für Hamburg und Berlin

Neben diesen Aussagen für ganz Deutschland wurde auch ein Ranking für das subjektive Wohlbefinden in den Regionen entwickelt. Spitzenreiter unter den 19 Regionen bleibt wie oben gesehen 2016 schon zum vierten Mal hintereinander Schleswig-Holstein. Hamburg, das 2011 Nummer eins war, ist inzwischen auf dem sechsten Rang abgerutscht. Berlin belegt Rang 16. Hier detaillierte Aussagen zu beiden Städten:

Hamburg.pdf PDF-Dokument [777.4 KB]

Berlin.pdf PDF-Dokument [796.3 KB]

Schwerpunktthema kulturelle Vielfalt

Schwerpunktthema des Glücksatlas 2016 war die "kulturelle Vielfalt" und ihr Verhältnis zur Lebenszufriedenheit. In einer repräsentativen Umfrage wurde untersucht, wie offen und tolerant die Deutschen gegenüber der kulturellen Vielfalt im Land sind und welchen Einfluss diese auf ihre persönliche Lebenszufriedenheit hat. Diese Ergebnisse sind hinsichtlich der aktuellen Debatte über Zuwanderung von besonderem Gewicht. Eine klare Mehrheit von 75 Prozent der Befragten hält Deutschland für ein weltoffenes und tolerantes Land. Nur 19 Prozent haben dazu eine andere Auffassung.

Weltoffenes Deutschland.pdf PDF-Dokument [169.3 KB]

Toleranz erhöht die Lebenszufriedenheit

Vergleicht man man nun die Befragten danach, wie zufrieden sie einerseits mit ihrem Leben sind und wie tole-rant sie andererseits sind so ergeben die erhobenen Da-ten eine klare Beziehung: Je toleranter ein Mensch ist, desto zufriedener ist er mit seinem Leben. Im Vergleich zu der stark dominierenden Gruppe der toleranten Menschen ist die Gruppe der "wenig Toleranten" relativ klein. Sie umfasst nur 16 Prozent der Befragten.

Toleranz und Lebenszufriedenheit.pdf PDF-Dokument [202.6 KB]

Einwanderung, Vielfältigkeit und Lebenszufriedenheit

Obwohl 65 Prozent der Deutschen Einwanderung als persönliche Bereicherung ansehen, fällt das Urteil über den tatsächlichen Status quo der Integration deutlich nüchterner aus. Nur 51 % meinen, dass das Zusammenleben mit Menschen aus unterschiedlichen Herkunftslän-dern generell funktioniert hat. 44 Prozent sehen das nicht so. Im Osten sind sogar 58 Prozent dieser Auffassung. Generell sind die Menschen in Ostdeutschland skeptischer als die im Westen des Landes. Während es im Westen 70 Prozent der Menschen gut finden, dass Deutschland durch die Einwanderung vielfältiger wird, sind im Osten nur 56 Prozent dieser Ansicht. Eine Schlüsselerklärung für diese Diskrepanz ist sicherlich der persönliche Kontakt. 88 Prozent der Westdeutschen haben angegeben, persönlichen Kontakt zu Menschen zu haben, die nicht in Deutschland geboren wurden. Bei den Ostdeutschen haben das 62 Prozent vermerkt. Es zeigt sich deutlich, dass mehr Kontakt auch zu einer toleranten Haltung beiträgt.

Bewertung des Zusammenlebens.pdf PDF-Dokument [203.3 KB]

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