Buchempfehlungen

Was uns das Gehirn über unsere Möglichkeiten erzählt, andere zu ändern

The Influential Mind von Tali Sharot ist 2017 in London by Clays Ltd., Elcograf S. p. A. erschienen (ISBN 978-0-349-14063-6) und fand schnell internationale Beachtung.

 

Professorin Talbot ist kognitive Neurowissenschaftlerin.

Sie untersucht auf der Grundlage von Prozessen im menschlichen Gehirn, welches das wirksame Herangehen ist, um Zugang zu anderen Menschen zu finden und sie für sich und seine Argumente einzunehmen.

 

Prof. Talbot zeigt am Beispiel zahlreicher empirischer Untersuchungen auf, dass es nicht die sogenannten harten Fakten sind, die Menschen überzeugen, sondern dass die jeweiligen Emotionen, die im Spiel sind, den Ausschlag für einen Menschen geben, in die eine oder andere Richtung aktiv zu werden.

 

Dabei illustriert die Autorin am Beispiel unterschiedlicher empirischer Untersuchungen, dass dieser scheinbare Allgemeinplatz sehr differenziert zu betrachten ist.

 

Unbestreitbar ist aber, dass gerade das Vorhandensein positiver Emotionen hilft, eine Brücke zu einem Gegenüber zu schlagen und guten Argumenten mehr Kraft der Überzeugung zu geben.

 

 

G.M.

Die Biografie eines Mannes, der die psychologische Forschung und Praxis entscheidend mit prägte

Das Buch „The Hope Circuit“ ist im April 2018 bei PublicAffairs in New York erschienen. Es fand eine begeisterte Aufnahme in der Fachwelt und bei den zahlreichen Lesern der Bücher von Martin Seligman in der ganzen Welt.

 

Beeindruckend an dem Buch ist die Tatsache wie biografische Fakten mit der Entwicklung der Forschung auf dem Gebiet der Psycholgie verbunden werden. Dabei kamen in den vergangenen Jahrzehnten viele Ideen von Professor Seligman selbst oder er kooperierte in mit solchen Wissenschaftlern, die alte Denkweisen wie den Behaviorismus in Frage stellten und neue Hypothesen entwickelten. Er macht deutlich, wie es der Forschung und Praxis der Psychologie  im vergangenen Jahrhundert und in unserem Jahrtausend gelang, von schlichten Annahmen und „learning by doing“ zu einem belastbaren Fundament wissenschaftlicher Erkenntnis auf dem Gebiet der Psychologie und Psychotherapie zu gelangen.

 

Besonders interessant ist der Denkprozess von Professor Seligman und anderen Pionieren der amerikanischen psychologischen Forschung, der im Buch dargestellt wird und der zur Begründung der Positiven Psychologie führte. Die Psychologie sollte nun nicht nur Krankheiten heilen, sondern über die Abwesenheit von psychischen Störungen hinaus das Wohlbefinden der Menschen stärken, sie glücklich machen. Martin Seligman hatte einen entscheidenden Beitrag daran, dass ein stabiles Gebäude der Positiven Psychologie entstanden ist, das sich mittlerweile auf zehntausende empirische Studien in der ganzen Welt stützt.

 

Im Buch setzt sich Professor Seligman auch intensiv mit den Vorwürfen auseinander, dass die psychologische Forschung in den USA zu eng mit den amerikanischen Streitkräften kooperiert habe und möglicherweise Ergebnisse seiner Forschung über erlernte Hilflosigkeit von der CIA für ihre Folterprogramme in Guantanamo, Abu-Ghuraib und weiteren Foltergefängnissen an geheimen Orten in anderen Teilen der Welt genutzt wurden. Der Autor argumentiert überzeugend, dass diese Vorwürfe unbegründet sind. Nichtsdestotrotz agiert auch ein renommierter Forscher wie Professor Seligman in einem politischen Umfeld, in dem die Frage danach, was zu einem wahren Patriotismus gehört, unterschiedlich beantwortet wird. Darüber hinaus ist niemand davor gefeit, dass Erkenntnisse der Wissenschaft auf den unterschiedlichsten Gebieten missbraucht werden. Die Geschichte der Menschheit hat dafür unzählige Beispiele parat.

 

Für die nächste Zeit sieht Martin Seligman einen Schwerpunkt in der psychologischen Forschung darin, den „Homo Prospectus“, den der Zukunft zugewandten Menschen, zu ergründen. Ob es diesen Menschen gibt oder nicht, werden die laufenden Untersuchungen zeigen. Zu den unbestreitbaren Verdiensten von Martin Seligman gehört es zweifellos, immer wieder Fragen gestellt zu haben, die die psychologische Forschung vorangebracht haben.

 

Wer begreifen will, was Positive Psychologie ist, hat man mit The Hope Circuit ein Buch, das die Quellen offen legt.

 

G.M.

The Human Quest for Meaning

Die erste Ausgabe von Human Quest for Meaning war eine grundlegende Publikation über die empirische Forschung über den Sinn im Leben und seine Rolle für Wohlbefinden, Resilienz und Psychotherapie. Diese neue Fassung versucht die Frage zu beantworten, was der Sinn des Lebens ist. Das Buch enthält dazu 21 neue und 7 überarbeitete Kapitel. Einen besonderen Akzent setzen die Autoren dabei auf die Beantwortung der Frage, welche Unterschiede im Herangehen an den Sinn des Lebens durch einen unterschiedlichen kulturellen Kontext entstehen.

 

Die Autoren arbeiten acht unterschiedliche Quellen von Sinn heraus. Sie gehen dabei von unterschiedlichen Perspektiven an die Sinnfrage heran. The Human Quest for Meaning stellt eine neue Vision für die zukünftige Forschung über den Sinn im Leben dar.

Das Buch ist 2011 beim Verlag Brookings Institution Press, Washington DC, USA,  erschienen (ISBN-10: 0815721277). Caroll Graham stellt an den Anfang ihrer Analyse die Feststellung, dass Länder wie das ferne Bhutan aber auch Staaten wie Großbritannien, Frankreich, China und Brasilien damit begonnen haben, den Grad des Wohlbefindens  ihrer Einwohner in ihre Wertetabelle für nationalen Fortschritt aufzunehmen.

 

Anzuerkennen, dass die Dimensionen des menschlichen Wohlbefindens wichtig für die Politik sind, erfordert nach Ansicht von Professorin Graham, gründlich darüber nachzudenken, welche Seiten des menschlichen Wohlbefindens  zentrale Bezugsgrößen  sind, um ökonomischen Fortschritt und humane Politik zu kennzeichnen.

 

Letztlich kann dieser Fortschritt und eine richtige Politik nicht nur am Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) gemessen werden. „Wohlbefinden“, respektive Glück, ist ein umfassenderer Begriff als das Einkommen der Bürger einer Nation, um menschliche Wohlfahrt zu erfassen, zu beschreiben und zu fördern.

 

Die dazu erforderlichen Untersuchungen liefern Informationen über die Bedeutung einer Reihe von Faktoren, die Wohlbefinden beeinflussen. Dazu gehören das Einkommen, aber auch Dinge wie Gesundheit, Familienstand, Freundeskreis, Beschäftigung und Vertrauen in die zivile Ordnung.

 

Empirische Erhebungen in vielen Ländern der Welt bestätigen, dass diese Faktoren überall – wenn auch mit unterschiedlicher Gewichtung - das Wohlbefinden bestimmen. Das schließt auch solche Phänomene ein, dass ein armer Bauer in der dritten Welt sich glücklicher als ein gestresster Manager in Europa fühlen kann.

 

Es sollte darum gehen, ein Bruttoglücksprodukt (BGP) zu definieren und zum Maßstab politischen Handelns zu machen.

 

G. M.

Von einem Trauma zu gesunden ist äußerst schwierig, wenn man den drei "P" , die mit Depression in Zusammenhang stehen, zum Opfer fällt. Das erste "P" steht für Personalisierung: Wir haben Schuld. Das zweite "P" meint pervasiveness/Durchdringung: Man ist davon überzeugt, dass ein Ereignis alle Lebensbereiche bestimmt. Das dritte "P" steht für Permanenz: Der Glauben, dass die Erschütterungen für immer da sein werden. Während das die normalen Reaktionen auf den Tod eines geliebten Menschen sind, haben Studien gezeigt, dass wir besser zurecht kommen, wenn wir sie wenn möglich vermeiden.

 

Die Autoren schlagen vor, schwierige Gefühle zu akzeptieren, anstatt sie zu bekämpfen. Sie empfehlen, Dankbarkeit zu praktizieren und Techniken aus dem Bereich kognitiv-verhaltenstherapeutische Befragungen anzuwenden. Ihre Botschaft ist, dass das Finden persönlicher Stärke, die Gewinnung von Anerkennung, die Ausbildung tieferer Beziehungen, die Entdeckung von mehr Sinn im Leben und das Erkennen neuer Möglichkeiten dem Betroffenen helfen kann, Sinn aus seiner Erfahrung zu ziehen; nicht nur zu gesunden, sondern an dem Unglück zu wachsen.

 

Sheryl Sandberg und Adam Grant, Option B – Unglück begegnen, Resilienz aufbauen und Freude finden, Knopf, 2017, ISBN-10:1524711217

Die Publikation von Professor Derek Bok, " The Politics of Happiness - What government can learn from the new reserach on well-being"  erschien in seiner Erstfassung bereits 2010 bei Princeton University Press, Princeton, New Jersey,  USA. Das Buch beschäftigt sich in den Kapiteln der ersten Hälfte mit dem Problem, wie fundiert die neuen Forschungsergebnisse über Glück sind. Im Ergebnis bekräftigt Professor Bok die Wissenschaftlichkeit der Erkenntnisse der Positiven Psychologie zu Glück und persönlichen Wohlbefinden. Der Autor stellt die Frage, welche Art der Politik das größte Glücksempfinden schafft. Er betrachtet dann eine Reihe von politischen Problemen, die in Beziehung zur PP stehen. Das beginnt mit der Frage des Wachstums und führt über Ungleichheit, finanzielle Not, Ehe und Familie sowie Bildung bis hin zur Qualität der Regierungstätigkeit. Professor Bok stellt einen klaren Zusammenhang zwischen Demokratie und Glückserlebnis fest und regt verstärkte Forschungen der PP zum Verhältnis von Glück und direkter Demokratie an.

 

G.M.

Happy Teachers Change the World ist das erste authorisierte Handbuch des Thich Nhat Hanh/Plum Village-Herangehens, um Achtsamkeit/mindfulness in die Bildung und Erziehung einzuführen. Das Plum Village in der Nähe von Bordeaux/Frankreich ist das größte buddhistische Kloster in Europa. Achtsamkeit ist zentrales Element des Handelns und Denkens in diesem Kloster unter der Leitung von Zen-Meister Thich Nhat Hanh.

 

Die Methode geht davon aus, dass Lehrer und Erzieher Achtsamkeit zuerst dem eigenen Leben gegenüber lernen müssen, bevor sie in einer Klasse vor ihre Schüler treten. Das Buch vermittelt die verschiedenen Methoden, wie man sich als Lehrer und Erzieher die notwendigen Techniken aneignet, um sie dann den Schülern vermitteln zu können.

 

Dabei betonen Thich Nhat Hanh und Frau Professor Weare, dass Achtsamkeit, kein Werkzeug, sondern ein Weg ist.

 

Das Buch ist im Juni 2017 bei Parallax Press, Berkeley, Kalifornien, USA, erschienen (ASIN: B01LZONSX3).

 

G.M.

Das Buch "The Happiness Track: How to Apply the Science of Happiness to Accelerate Your Success" von Dr. Emma Seppälä erschien 2016 bei HarperOne, San Francisco, Kalifornien, USA.

 

Das Buch stellt sechs Wege vor, wie wir unser Herange-hen an die Arbeit, unser persönliches Leben und unsere Beziehungen ändern können, um mehr Glück zu erfahren und dieses Empfinden zur Grundlage für persönlichen und beruflichen Erfolg zu machen.

 

Für Dr. Seppälä ist Erfolg untrennbar mit Mitgefühl mit sich und anderen verbunden, um ein Leben mit reichen Bezie-hungen und tiefem Sinn führen zu können. Sie begründet ihren Standpunkt, dass ein Glück auf der Basis von Mitge-fühl mit sich und anderen der produktivste Weg ist, um in der Arbeit und im persönlichen Leben erfolgreich zu sein.

 

G.M.

Das Buch "Are We Born Racist?: New Insights from Neuroscience and Positive Psychology" untersucht die Quelle von Vorurteilen und stellt die Frage, wie der Einzelne und die Gesellschaft solche Vorurteile über-winden können. Das Buch widmet sich besonders der Frage, was die Neurowissenschaften über die Entsteh-ung von Rassismus sagen können. Die Veröffentlichung beschäftigt sich nicht zuletzt mit der Frage, ob es Ras-senunterschiede gibt. Solche Unterschiede werden be-jaht, aber als Chance angesehen. Wie kompliziert die ethischen und biologischen Fragen nach Unterschieden von Rassen sind, kann in einem Artikel von Jörg Albrecht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nachgelesen werden. Mehr dazu finden Sie hier:

 

G.M.

In seinem Buch der "Courage Quotient: How Science Can Make You Braver" untersucht Robert Biswas Diener, welche Forschungsergebnisse die Positive Psychologie auf diesem Feld bereits vorzuweisen hat. Er stellt dabei fest, dass Mut und Tapferkeit bisher nicht die gleiche Auf-merksamkeit wie die Forschung zu Glück und Optimismus in der Positiven Psychologie gefunden haben.

 

Professor Biswas-Diener unterscheidet in seiner Arbeit zwei unterschiedliche Aspekte von Mut. Der erste Aspekt betrifft die Fähigkeit, seine Angst unter Kontrolle zu brin-gen. Beim zweiten Aspekt geht es darum, den eigenen Willen zu stärken, um eine konkrete Handlung in Gang zu setzen. Nach Dr. Biswas-Diener bedeutet mutig sein, sich Fähigkeiten anzueignen, die in Beziehung zu diesen beiden Aspekten stehen.

 

Die Angst zu beherrschen, kann beispielsweise über psy-chologische Kontrolle der Atmung oder Meditation bewirkt werden. Den Willen zum Handeln zu stärken, kann im Ge-gensatz dazu dadurch erreicht werden, Blockaden abzu-bauen. Dazu kann beispielsweise die Akzeptanz beitragen, dass wer handelt unvermeidlich auch Fehler macht. Solche Fehler können im Nachhinein sogar nützlich sein.

 

G.M.

Oft sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick scheinen… Mit einem Rucksack voller neuer Erkenntnisse kam ich am Tag 4 von der PP-Ausbildung nach Hause. Meine Gedanken kreisten um die Themen, mit denen wir uns die letzten Tage so intensiv beschäftigt hatten.  Ich amüsierte mich rückblickend über unsere Gespräche zu John M. Gottman’s Werk „Die 7 Geheimnisse der glücklichen Ehe“. Das missratene Cover des Buches, das an eine Bahnhofslektüre erinnerte, gab Anlass zu einer lustigen Debatte, in der wir uns darüber ausließen, wie geschmacklos der illustrierte Buchdeckel sei und wie wenig Kaufanreiz das Buch dadurch bieten würde. Nichtsdestotrotz weckten die wissenschaftlichen Erkennt-nisse des Autors mein Interesse. Ich dachte, dieses Buch muss ich unbedingt lesen. Noch am selben Abend ent-schied ich das Buch online zu erwerben. Kurz bevor ich die Bestellung bestätigte, fing ich an zu zögern – ein Geistesblitz. Ich erinnerte mich plötzlich an ein Buch, dass ich mal vor sehr langer Zeit geschenkt bekommen hatte. Dieses Buch hatte ich seit jeher erfolgreich ignoriert und nie gelesen. Und warum? Weil ich den Buchdeckel und den Titel so unattraktiv fand. Ich fragte mich, wo das Buch sei. Ich lief zum Bücherregal und fing an zu suchen. Und tatsächlich… Vor mir lag „Die 7 Geheimnisse der glück-lichen Ehe“ von John M. Gottman. Im Jahr 2004 hatte meine Mutter uns dieses Buch zur Hochzeit geschenkt. Damals schrieb sie „Liebe Nicole…, solltet Ihr mal Rat und Hilfe brauchen…vielleicht findet Ihr ein paar nützliche Tipps in diesem Buch.“ Erst 13 Jahre später erkannte ich den Wert des Buches. Jetzt werde ich es wohl auch (endlich) mal lesen.

 

Nicole Schidlowski

Die Beispiele und Forschungserkenntnisse der "essentials" zu Positive Psychologie in Liebe und Partnerschaft sollen Interessierten und von Liebe und Partnerschaft Betroffenen ihren Blick auf die Liebe erweitern. Dazu gehört zu lernen, liebevollere Bezie-hungen zu anderen, aber auch zu sich selbst zu führen. Gestärkt soll die Fähigkeit, wie man Partnerschaften eine erweiterte Perspektive und vielleicht auch eine positivere Qualität verschafft. Die angebotenen Beispiele und Übun-gen sollen das Wohlbefinden steigern und zu einem erfüllten Liebesleben beitragen.

Das Buch "Weisheit – Die 5 Prinzipien des gelingenden Lebens" versteht sich nicht als eine Aufforderung an den Leser, unbedingt ein weiser Mann oder eine weise Frau zu werden. Es zielt darauf ab, Erkenntnisse aus der Weis-heitsforschung kennenzulernen und das eine oder andere vielleicht für das eigene gelingende Leben nutzbar zu machen

Grundlage des Buches sind Fragen, die Frau Professor Glück Menschen stellte, die von anderen als weise ein-geschätzt wurden. Die theoretischen Ausführungen werden durch zahlreiche erhellende Beispiele aus den Interviews mit diesen Interviewpartnern veranschaulicht. Eine Botschaft des Buches ist, dass man bestimmte Denkweisen und Haltungen erlernen kann, um letztlich etwas über sich und das eigene Leben zu erfahren. Das Buch ist kein Ratgeber. Es bietet aber eine Fülle an Erkenntnissen, Denkanstößen und Anregungen zur Reflexion über ein gutes gelingendes Leben.

 

G.M.

"Nonkonformisten: Warum Originalität die Welt be-wegt" ist 2016 bei Droemer HC erschienen (ISBN-10: 3426276666).

Adam Grant, Professor an der Wharton School of Busi-ness der University of Pennsylvania, stellt sich die Auf-gabe, den Lesern zu zeigen, wie sie ihr kreatives Poten-zial besser nutzen, Verbündete ins Boot holen und den richtigen Zeitpunkt zum Handeln wählen können. Dazu führt Dr. Grant aktuelle Forschungsergebnisse mit Ge-schichten über berühmte Querdenker an und stellt tradi-tionelle Überzeugungen in Frage. „Nonkonformisten: Warum Originalität die Welt bewegt“ lässt sich gut lesen. Es vermittelt die optimistische Überzeugung, dass man kein Superheld oder keine Superfrau sein muss, um Ori-ginelles leisten zu können! Wer mehr über sein kreatives Potential erfahren will, dem kann man dieses Buch nur empfehlen.

 

G.M.

"Homo Prospectus" von Martin Seligman, Peter Railton, Roy Baumeister und Chandra Sripada, erschienen 2016 bei Oxford University Press ( ISBN 9780199374472), ist

eine Einführung in ein neues Gebiet der wissenschaft-lichen Forschung der Positiven Psychologie. Die zentrale Idee besteht darin, den Menschen besser als ein Wesen der Zukunftserwartung und des Ausblicks zu betrachten, als ihn immer nur in der Vergangenheit zu verankern. Der Fokus der Betrachtung wird darauf gerichtet, wie die Entwicklung und Bewertung  zukünftiger Möglichkeiten unser Denken und unser Handeln bestimmt, ohne immer an das Gestern zu denken. Die Autoren führen dazu Erkenntnisse aus der Philosophie, der Entscheidungs-findung, den Sozialwissenschaften, der Tierpsychologie, der Kognitions- und der Neurowissenschaft an.

Nach meiner bisherigen Erfahrung und Stand meines Wissens entwickelt und entfaltet sich Zukunft aus Hand-lungen in der Vergangenheit (Fehler oder richtige Ent-scheidungen) und dem aktuellem Tun. Das schließt natür-lich Zukunftspläne ein. Den Menschen in Teilen in die Zu-kunft zu projizieren, erscheint mir daher schwierig, da wir Zukunft ja nicht kennen. Welche Zukunft wird das sein, von der der "Homo Prospectus" ein Teil sein soll? Die zukünf-tige wissenschaftliche Diskussion wird zeigen, über welch-es fruchtbare Potential der Ansatz des "Homo Prospectus" verfügt. Lesen Sie dazu auch den Beitrag von Elke Meyer hier.

 

Gerd Mangelsdorf

„Character Strengths Matter: How to Live a Full Life“ (Postive Psychology News, 2015) ist der Titel des Buches von Shannon Polly und Kathrin Britton. Mit ihrem Buch geben Sie ein großartiges Beispiel dafür,  wie die 24 Charakterstärken des VIA mit Leben gefüllt werden und damit das Leben jedes Menschen bereichern können, der sein eigenen Signaturstärken kennt, stärkt und bewusst lebt. Zu jeder der Stärken finden sich lebensnahe Beispiele, aber auch Gedichte, literarische Perlen oder Ausschnitte aus den Ansprachen von Nobelpreisträgern, gefolgt von fünf praktischen Hinweisen, wie die jeweilige Charakterstärke noch mehr gelebt und integriert werden kann. Für alle Anwender/innen der PP, die mit dem VIA arbeiten, absolut empfehlenswert!

 

Michaela Wegener

 

In ihrem neuen Buch "Positive Psychologie – Ein Handbuch für die Praxis" gibt Daniela Blickhan,  die Vorsitzenden des Dachverbandes für Positive Psychologie, eine umfassende und wissenschaftlich fundierte Einführung in die zentralen Themen der Positive Psychologie. Das Buch ist im letzten Jahr im Junfermann Verlag in Paderborn erschienen. Obgleich das Erscheinungsdatum schon etwas zurückliegt, verdient es diese Veröffentlichung besonders genannt zu werden. Das Buch stellt die aktuellen Befunde der Positiven Psychologie umfangreich und klar in deutscher Sprache dar. Der Verfasserin geht es dabei besonders darum, die Positive Psychologie als ein Teilgebiet der wissenschaftlichen Psychologie zu verankern.

 

Brandneu ist im April diesen Jahres das Buch "Grit - The Power of Passion and Perseverance" von Prof. Dr. Angela Lee Duckworth erschienen. Prof. Duckworth wendet sich an ein breites Publikum mit ihrer Erkenntnis, dass nicht Talent den Ausschlag für außerordentliche Leistungen liefert, sondern dass eine spezielle Mischung aus Leidenschaft und Ausdauer die Grundlage für Erfolg ist. Diese spezielle Charaktereigenschaft nennt die Autorin "Grit".

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